vhw Mitteilungen

Bei den vhw Mitteilungen handelt es sich um die Verbandszeitschrift des  vhw. Das Inhaltsverzeichnis und den einleitenden Artikel „Auf ein Wort“  finden Sie in den folgenden Links.

vhw Mitteilungen (aktuelle Ausgabe)
Auf ein Wort

Sonstige Ereignisse und Aktivitäten

Zurückliegende Aktivitäten, Ereignisse oder Inhaltsverzeichnisse der vhw Mitteilungen finden Sie im

Archiv

 26. Sitzung des vhw – Bundesvorstands in Leipzig

24/25. Juni 2022: Nach Corona-bedingten online-Sitzungen konnte der vhw-Bundesvorstands wieder in Präsenz tagen. Neben Verbandsinterna wurde der vom Schatzmeister Wolfgang Kübert vorgelegte Haushaltsabschluss 2021 und der Haushaltsplan 2022 und eine Ehrenordnung verabschiedet. Intensiv diskutiert wurde die Evaluation des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes und Probleme mit der W-Besoldung. Die W-Besoldung und die damit verbundene Vergabe von Leistungsbezügen wird in den Bundesländern sehr unterschiedlich gehandhabt. Das ist für Bewerber auf W-Positionen unübersichtlich und erschwert Berufungsverfahren.

Sitzung des dbb Bundeshauptvorstands in Kiel

Bei der zweitägigen Sitzung des dbb Bundeshauptvorstands am 13.-14. Juni 2022 in Kiel, an der der vhw-Bundesvorsitzende Prof. Dr. Josef Arendes als Mitglied teilnahm, haben der dbb Bundesvorsitzende Ulrich Silberbach und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther haben für einen starken öffentlichen Dienst geworben. Als zentrale Aufgaben um die  die Attraktivität des öffentlichen Dienstes zu erhalten, wurden die Personalentwicklung und die Digitalisierung herausgestellt. dbb Chef Ulrich Silberbach: „Wer einen leistungsfähigen öffentlichen Dienst will, muss auch eine leistungsfördernde Bezahlung und attraktive Arbeitsbedingungen sicherstellen.“

Am Rande der der Sitzung haben die Vorsitzenden des vhw und dbb über die Evaluation des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes gesprochen und eine gemeinsame Stellungnahme vereinbart.

Prof. Dr. Josef Arendes, Bundesvorsitzender des vhw, Ulrich Silberbach, Bundesvorsitzender dbb, Dr. Ulrich Weber, 2. Stellv. Bundesvorsitzender des vhw (v.l.)
(Bild © vhw bund )

vhw trauert um sein Ehrenmitglied Professor Dr. Ernst Schmeer

Am 29. März 2022 verstarb Professor Dr. Ernst Schmeer im Alter von 85 Jahren.

Professor Dr. Ernst Schmeer wurde 1972 Mitglied der Verbandes Hochschule und Wissenschaft im Landesverband Baden-Württemberg und gründete eine Verbandsgruppe an der Pädagogischen Hochschule Weingarten. Nach dem Ruf an die Universität Potsdam war Prof. Schmeer langjähriger Vorsitzender des vhw-Landesverbandes Brandenburg und langjähriges Mitglied des Geschäftsführenden vhw-Bundesvorstandes. Er prägte die Wissenschaftspolitik auf Bundes- wie Länderebene entscheidend mit und hat den vhw bereichert und inspiriert. In Berlin war er als Vertreter des vhw auf vielen politischen Tagungen anwesend und als Gesprächspartner  geschätzt Sein besonderes Engagement galt europäischen Bildungsfragen, für die er sich als vhw-Vertreter zusammen mit den Partnerorganisationen in Europa einsetzte. Für seine großen Verdienste um den vhw ernannte ihn der Verband 2021 zum Ehrenmitglied.

Seine wissenschaftliche Tätigkeit an der Universität Potsdam hat Prof. Ernst Schmeer neben seinem hochschulpolitischen Engagement mit großem Einsatz fortgeführt. Er war Mitglied in zahlreichen wissenschaftlichen Kommissionen und pflegte vielfältige Kontakte und Forschungskooperationen mit ausländischen Hochschulen in Vietnam und China. Dabei war ihm besonders die Berufliche Bildung eine Herzensangelegenheit. Konzepte für die Berufsschullehrerausbildung waren ihm ebenso wichtig wie die Forschungskooperationen zur beruflichen Bildung mit internationalen Partnern.

Mit Professor Dr. Ernst Schmeer hat der vhw einen geschätzten Kollegen verloren, der die Hochschulpolitik des Verbandes maßgeblich beeinflusste. Der vhw wird ihm ein ehrendes Angedenken bewahren.

 Prof. Dr. Josef Arendes

Bundesvorsitzender des Verbandes Hochschule und Wissenschaft

Prof. Dr. Ernst Schmeer

vhw bund und vhw rlp bei Minister Hoch:
Austausch zu Positionen im Bereich Hochschulen und Wissenschaft

Am 25. März 2022 fand ein Gespräch des vhw mit dem Minister für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz, Clemens Hoch, statt. Der vhw Bundesvorsitzende, Prof. Dr. Josef Arendes, führte gemeinsam mit der Landesvorsitzenden des vhw rlp, Dr. Beate Hörr, das einstündige Gespräch.

Bei diesem ersten gemeinsamen Gespräch mit Minister Hoch, dessen Haus einen neuen Zuschnitt hat – neu ist die Zuständigkeit für Gesundheit, weggefallen sind Kultur und Weiterbildung – war ein Thema u. a. die W2-Besoldung. Der hessische Verwaltungsgerichtshof hat die Beamten-Besoldung, z. B. die W2-Besoldung, in Teilen für verfassungswidrig, weil nicht amtsangemessen, erklärt. Der vhw fragt den Minister wie das Land Rheinland-Pfalz hierzu steht. Der Minister führt aus, dass die Besoldung in RLP verfassungsgemäß sei, er derzeit in RLP keinen Spielraum und auch keinen Handlungsbedarf sehe.

Weitere Informationen auf der Seite des Landesverbandes Rheinland-Pfalz

Clemens Hoch, Minister für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz, Dr. Beate Hörr, Landesvorsitzende des vhw rlp, Prof. Dr. Josef Arendes, Bundesvorsitzender des vhw (Bild © vhw bund / vhw rlp)
Clemens Hoch, Minister für Wissenschaft
und Gesundheit Rheinland-Pfalz,
Dr. Beate Hörr, Landesvorsitzende des vhw rlp,
Prof. Dr. Josef Arendes, Bundesvorsitzender des vhw
(Bild © vhw bund / vhw rlp)

Der Verband Hochschule und Wissenschaft (vhw) verurteilt den völkerrechtswidrigen Angriff auf die Ukraine auf Schärfste

Die Invasion Russlands in der Ukraine hat uns zutiefst erschüttert und sprachlos gemacht. Wir verurteilen die durch nichts zu rechtfertigende Aggression und solidarisieren uns mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Ukraine, egal welcher Sprache und Nationalität. Die Eskalation des Angriffskrieges durch Russland erschüttert die europäische Ordnung und hat drastische Auswirkungen auf die Wissenschaftsbeziehungen mit der Ukraine und zu Russland. Besonders sorgen wir uns um die Menschen, mit denen wir wissenschaftliche Partnerschaften pflegen. Den beteiligten Studierenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern versichern wir unsere uneingeschränkte Solidarität. Für die Betroffenen, die infolge der russischen Aggression oder der damit verbundenen Einschränkung der Meinungsfreiheit in Russland ihr Land verlassen müssen, sind die Hochschulen gefordert, umfassende Unterstützungsmaßnahmen anzubieten.

Der Verband Hochschule und Wissenschaft (vhw) unterstützt wie viele andere Wissenschaftsorganisationen die Beschlüsse, die wissenschaftlichen Kooperationen mit russischen Partnern in der gegenwärtigen Kriegssituation auszusetzen. Dieser Krieg mit seinen barbarischen Folgen greift die Grundwerte von Menschenwürde und Freiheit und damit auch die Wissenschaftsfreiheit an. Die Wissenschaft muss daher die von der Europäischen Kommission und der Bundesregierung verhängten Sanktionen gegen Russland mit umsetzen und den Transfer von Gütern, Technologien und finanziellen Mitteln nach Russland einstellen. Bei bestehenden Kooperationen mit russischen Partnern sollte der aktive Austausch, so er nicht ohnehin durch die Kriegssituation eingeschränkt ist, grundsätzlich ruhen. Neue Kooperationen mit russischen Institutionen sollen jetzt nicht eingegangen werden. Der vhw unterstützt damit die grundsätzliche Haltung von DFG und DAAD.

Dies bedeutet aber nicht, dass Kontakte zu russischen Kolleginnen und Kollegen grundsätzlich abgebrochen werden sollen. Vielmehr muss der Dialog auf persönlicher Ebene mit den russischen Kolleginnen und Kollegen weiter geführt werden. Dies ist insbesondere wichtig, da auch viele russische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen offenen Brief gegen die Invasion in der Ukraine unterschrieben haben. Auch ihnen gilt unsere Solidarität, denn sie sind damit ein hohes persönliches Risiko eingegangen.

Wissenschaftsfreiheit bedeutet auch Freiheit des akademischen Austauschs und der Wissenschaftskommunikation. Die internationale Wissenschaft steht nun in der Verantwortung diese Grundwerte auch für die Völkerverständigung einzusetzen. Gemeinsame Forderung an Russland muss daher sein, die Streitkräfte zurückzurufen, Verhandlungen aufzunehmen und den Frieden unter Beachtung der völkerrechtlichen  Regelungen herzustellen.

Prof. Dr. Josef Arendes

Bundesvorsitzender vhw

Diskussion von vhw und dbb Vorständen

Zu einem Gespräch über die Bedeutung des Wissenschaftsbereiches im dbb haben sich der vhw-Bundesvorsitzende Prof. Dr.  Josef Arendes und die Stellvertreter Prof. Dr. Bernd Schinke und Dr.  Ulrich Weber  mit dem dbb Bundesvorsitzenden Ulrich Silberbach sowie dem Zweiten Vorsitzenden und Fachvorstand Beamtenpolitik Friedhelm Schäfer im dbb-forum in Berlin getroffen. Ziel des Gesprächs war die Abklärung der Positionen für den Bereich Hochschulen und Wissenschaft sowie die Bedeutung des Wissenschaftsbereichs im dbb.

Aktuelle Thema  waren u. a. die W-Besoldung mit dem Hintergrund der Entscheidung des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs und  die Evaluation des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes. Es wurde Einigkeit erzielt, dass abgestimmte Stellungnahmen mit den entsprechenden Forderungen an die Politik vorbereitet werden. Der vhw wird dazu seinen Positionen zur W-Besoldung überarbeitet vorlegen. Hierbei wird auch die Problematik der Besetzung von Professuren im MINT- Bereich  an den HAWen dargestellt.  Weiter wird die Zusammenarbeit  intensiviert, um auch gegenüber politischen Institutionen verstärkt auftreten zu können.

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