vhw Mitteilungen
Bei den vhw Mitteilungen handelt es sich um die Verbandszeitschrift des vhw, die Sie unter dem folgenden Link finden.
Sonstige Ereignisse und Aktivitäten
Zurückliegende Aktivitäten, Ereignisse oder Inhaltsverzeichnisse der vhw Mitteilungen finden Sie im

vhw Seniorenausschuss hat sich gebildet
Der Bundesvorstand hat auf seiner letzten Sitzung im April in Fulda die Einrichtung eines Seniorenausschusses beschlossen und als Mitglieder Stefanie Voigt (Mecklenburg-Vorpommern), Wilhelm Mixa (Bayern) und Ulrich Weber
(Schleswig-Holstein) gewählt.
Gemäß Satzung hat der nunmehr gegründete Seniorenausschuss auf seiner ersten Sitzung einstimmig Stefanie Voigt als Vorsitzende gewählt und gemeinsam beraten, welches die dringendsten Aufgaben und Probleme unserer Senioren-Mitgliedergruppe im vhw sind.
Wichtig ist uns der Austausch mit allen Ruheständlern im vhw und denjenigen, die in den nächsten Jahren ihren aktiven Dienst beenden werden. Dazu wollen wir zu einer ersten Zoomkonferenz zum Beginn des Jahres 2027 einladen.
Wir bitten um Anmeldung bzw. Interessenbekundung per Mail an die Adresse:
senioren@vhw-bund.de
für einen gemeinsamen Austausch und eine Ideensammlung.
Wir würden uns sehr freuen, wenn viele von Ihnen an die benannte E-Mail-Adresse schreiben würden, um somit eine Einladung erhalten zu können.
Viele Fragen und Probleme von A-Z sollen bei dieser ersten Zusammenkunft innerhalb des vhw besprochen werden. Themen können sein: Beihilfe; Pflegeversicherung; nicht anerkannte Ausbildungszeiten bei Akademikern für die gesetzliche Rente; ruhegehaltsfähige Dienstzeiten oder Kontakte der Ruheständler untereinander.
Schon jetzt hat sich der Seniorenausschuss mit möglichen wissenschaftsspezifischen Ruhestandsproblemen beschäftigt, die evtl. vom vhw als Antrag zum dbb-Gewerkschaftstag im nächsten Jahr gestellt werden könnten. Dazu zählt insbesondere, dass Stipendien nicht sozialversicherungspflichtig
sind.
Auch wollen wir versuchen, Ruheständlern für Themen rund um die Beihilfe, die Pflege o. ä. m. durch interne Unterstützung Hilfe anzubieten, um Rechtsstreitigkeiten vorzubeugen.
Vorstellungen dafür und vieles mehr sollen bei unserer gemeinsamen Zusammenkunft per Internet besprochen werden.
Da der Seniorenausschuss bis zu fünf Mitglieder haben kann, bislang aber erst drei gewählt wurden, bitten wir alle, die Interesse daran haben, in diesem Ausschuss mitzuwirken, sich möglichst bald bei uns zu melden.
Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und lebhafte Diskussion.

Die Mitglieder des Seniorenausschusses. Ulrich Weber, Stefanie Voigt, Wilhelm Mixa (v.l.n.r)
vhw Frauenausschuss hat sich konstituiert
Mit der Einrichtung eines Frauenausschusses hat der Bundesvorstand des vhw auf seiner Aprilsitzung in Fulda die Gleichstellungsarbeit im Verband strukturell gestärkt. Der Ausschuss kann nach der Satzung aus bis zu fünf Mitgliedern bestehen und wählt eine Vorsitzende. Diese vertritt die Interessen der weiblichen vhw-Mitglieder mit Initiativ- und Antragsrecht gegenüber den Gremien des Verbandes. Zugleich nimmt sie als Frauenvertreterin des vhw die Vertretung des Verbandes in der dbb bundesfrauenvertretung wahr.
In die dbb bundesfrauenvertretung entsendet jede der 41 dbb-Mitgliedsgewerkschaften eine Frauenvertreterin und jede der sechzehn dbb-Landesfrauenvertretungen ihre Vorsitzende. Erstmalig hat hier der vhw Sitz und Stimme. Bereits im März dieses Jahres war die Frauenvertretung des vhw beim Bundesfrauenkongress in Berlin vertreten. Die Mitgliedschaft in der bundesfrauenvertretung des dbb sichert den ständigen Erfahrungsaustausch zwischen den
einzelnen Frauenvertretungen der Mitgliedsgewerkschaften. Der dbb beamtenbund und tarifunion macht sich genauso wie der vhw für Angestellte und Beamte gleichermaßen stark.
Der Frauenausschuss des vhw konstituierte sich am 29. Juni 2026 im Rahmen einer Videokonferenz. Dieser Ausschuss hat z. Zt. folgen Mitglieder:
- Prof. Dr. Angela Thränhardt (Vorsitzende), Chemnitz (Sachsen)
- Jessica Bernert, Wismar (Mecklenburg-Vorpommern)
- Waltraud Kriege-Weber, Kiel (Schleswig-Holstein)
Da noch zwei Plätze im Ausschuss unbesetzt sind, laden wir alle weiblichen vhw-Mitglieder ein, sich bei uns zu melden, wenn sie Interesse an einer Mitarbeit haben. Gemäß Satzung (§ 12 Abs. 2) schlagen die entsprechenden Mitgliedergruppen dem Bundesvorstand bis zu fünf Mitglieder für ihren Ausschuss vor, der sie wählt. Darüber hinaus sind alle vhw-Mitglieder aufgerufen, sich an der Arbeit des Ausschusses mit Ideen zu beteiligen und die eigenen Belange und Vorstellungen einzubringen. Die weibliche Perspektive in Wissenschaft und Forschung soll stets in den Blick genommen werden.
Über die Arbeit des Frauenausschusses im vhw und im dbb werden wir in den vhw-Mitteilungen berichten.
Zu erreichen sind wir über folgende Mail-Adresse: frauen@vhw-bund.de

Die Mitglieder des Frauenausschusses: Jessica Bernert, Angela Thränhardt, Waltraud Kriege-Weber (v.l.n.r)
17. und 18. April 2026: 33. Sitzung des vhw-Bundesvorstands in Fulda
Bereits seit dem Jahresende 2025 ist der Verband Hochschule und Wissenschaft (vhw) Mitglied der dbb bundesfrauen- und dbb bundesseniorenvertretung. In seiner 33. Bundesvorstandssitzung in Fulda hat der vhw die Einrichtung eines Frauen- und eines Seniorenausschusses beschlossen. Durch die Einsetzung dieser Gremien wurden jetzt auch die formalen Voraussetzungen für die Vertretung der besonderen Interessen dieser Mitgliedergruppen gegenüber dem dbb geschaffen. Als weitere Tagesordnungspunkte wurden Antragsthemen für den nächsten Gewerkschaftstag des dbb, neue Beschäftigungsbedingungen an Hochschulen, das aktuell zu beobachtende zunehmende Misstrauen der Dienstherren gegenüber ihrem Personal und die damit verbundene jüngste Häufung mutmaßlich unsachgemäßer Sanktionen gegen die Beschäftigten an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie die besonderen Angebote des vhw gegenüber seinen Mitgliedern im Ruhestand besprochen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der vhw-Bundesvorstandssitzung vor dem Tagungshotel (vlnr): Dr. Ulrich Weber, Dr. Jan Hildenhagen, Bernhard Emmer, Prof. Stephanus Faller, Prof. Dr. Manfred Krüger, Prof. Dr. Frank Schäfer, Prof. Dr. Martin Fislake, Prof. Dr. Angela Thränhardt, Prof. Dr. Bernd Weidenfeller, Stefanie Voigt, Wolfgang Kübert, Prof. Dr. Peter Heusch, Prof. Dr. Thorsten Köhler, Prof. Dr. Dirk Müller, Prof. Dr. Josef Arendes, Priv.-Doz. Dr. Günther Lange
Entlassung von Professorinnen und Professoren und andere Formen der Eskalation ihrer Dienstverhältnisse. Empirische Befunde
Heike Egner, Anke Uhlenwinkel
Vorbemerkung
Dieser Artikel ist in unserer Verbandszeitschrift vhw Mitteilungen 1/2026 erschienen und kann dort mit Quellenangaben nachgelesen werden
Einleitung
Wenn Sie beim Lesen der Überschrift stutzen, weil Sie denken, dass es die Entlassung von Professoren gar nicht geben kann, dann befinden Sie sich in guter Gesellschaft. Es ist eine der häufigsten Reaktionen, die wir bei der Präsentation der Ergebnisse unserer Studie erhalten. Begonnen haben wir unsere Beschäftigung mit dem Thema im Jahr 2020, angeregt durch eine Tagung zum Titel „Absender unbekannt. Verfahren der Wissenschaft zum Umgang mit anonymen Anschuldigungen“ an der Universität Passau. Mittlerweile haben wir drei konsekutive empirische Erhebungen im deutschsprachigen Bereich durchgeführt. Die Ergebnisse sind für viele Leser und Zuhörer nur schwer zu ertragen: Nahezu reflexhaft wird gesagt, dass Professoren, insbesondere wenn sie Beamte seien, gar nicht entlassen werden könnten, wenn sie nicht etwas wirklich Eklatantes getan hätten. Deswegen wird schnell angenommen, dass jede und jeder, der dann vielleicht doch entlassen wurde, sicher zu Recht auf diese Weise sanktioniert worden wäre. Und zudem handele es sich sicherlich nur um Einzelfälle. Wo Rauch sei, müsse schließlich auch Feuer sein. Oft wird auch davon ausgegangen, dass jede Universität, Hochschule oder Wissenschaftseinrichtung eine entsprechende Sachlage ausgesprochen sorgfältig prüfen würde, bevor sie einen solch drastischen Schritt vornehmen würde; schließlich haben wir in unserem Hochschul- und Wissenschaftssystem Gremien und Verfahren, die allen best practice-Kriterien entsprechen.
Nach der Analyse der von uns beobachteten Fälle können wir jedoch nicht anders als zu konstatieren, dass diese Annahmen nicht zutreffen. Zum einen konnten wir feststellen, dass die Praxis der Entlassung von Professoren (ebenso wie anderweitige Eskalationen professoraler Dienstverhältnisse) in relativ kurzer Zeit eine erstaunliche Normalisierung erfahren hat. Zum anderen zeigt die Analyse, dass diese Normalisierung unter anderem dadurch möglich wurde, dass die innerhalb der Hochschule stattfindenden Verfahren zur Prüfung etwaiger Vorwürfe in einer Weise durchgeführt wurden, die rechtsstaatlichen Anforderungen in keinster Weise genügen. Dies betrifft alle Arten der Dienstverhältnisse, also auch Beamte; bei ihnen ist der Prozess allenfalls leicht erschwert.
Im weiteren Verlauf der Diskussion unserer Ergebnisse folgt meist die drängende Frage nach konkreten Details einzelner Fälle. Dahinter steckt der (nachvollziehbare) Wunsch, selbst darüber entscheiden zu wollen, ob diese oder jener nicht doch zu Recht entlassen wurde, gerade weil es doch eigentlich gar nicht vorkommt (oder vorkommen dürfte). Gleichwohl werden wir weder Einzelfälle diskutieren noch die Ergebnisse so darstellen, dass sie auf bestimmte Fälle zurückzuführen wären. Dies aus zweierlei Gründen: (1) Es geht uns darum, auf strukturelle Gemeinsamkeiten ganz unterschiedlicher Fälle aufmerksam zu machen; nur so lässt sich beurteilen, ob man es mit einem neuen Phänomen oder gar einem Trend zu tun hat. (2) Sehr viele unserer Studienteilnehmer haben sich erst nach der Zusicherung strikter Anonymität dafür entschieden, an der Studie teilzunehmen.
Wir berichten in diesem Beitrag aus unserer Studie sowie von weiteren Fällen, die uns nach der Veröffentlichung unseres populärwissenschaftlichen Buches „Wer stört, muss weg!“ zu dem Thema erreicht haben.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der vhw-Bundesvorstandssitzung vor dem Tagungshotel (vlnr): Dr. Ulrich Weber, Dr. Jan Hildenhagen, Bernhard Emmer, Prof. Stephanus Faller, Prof. Dr. Manfred Krüger, Prof. Dr. Frank Schäfer, Prof. Dr. Martin Fislake, Prof. Dr. Angela Thränhardt, Prof. Dr. Bernd Weidenfeller, Stefanie Voigt, Wolfgang Kübert, Prof. Dr. Peter Heusch, Prof. Dr. Thorsten Köhler, Prof. Dr. Dirk Müller, Prof. Dr. Josef Arendes, Priv.-Doz. Dr. Günther Lange
Der vhw zeigt Flagge bei den Tarifverhandlungen
4. Februar 2026: dbb niedersachsen Kundgebung in Hannover
Am 4.2. war der Verband Hochschule und Wissenschaft – VHW Bund auf der Kundgebung des dbb in Hannover: Nach zwei erfolglosen Tarifverhandlungsrunden zogen die Mitgliedsgewerkschaften des dbb beamtenbund und tarifunion vorbei an der Staatskanzlei und dem Finnzministerium in Hannover, wobei sie lautstark für eine Verbesserung der Beschäftigungsbedingungen im öffentlichen Dienst eintraten. Trotz der eisigen Temperaturen und Anreiseprobleme aufgrund von Schneeverwehungen waren ca. 1500 Demonstrantinnen und Demonstranten vor Ort. Selbstverständlich beteiligte sich auch der Verband Hochschule und Wissenschaft – VHW Bund mit seinen Mitgliedern.
